Haus Gabriel in Vechta

Haus Gabriel in Vechta

Das Haus Gabriel beschreitet hinsichtlich des Wohnangebotes für Menschen mit einer psychischen Erkrankung neue Wege. Die gewonnenen Erkenntnisse, dass unten anderem ein attraktives Wohnumfeld einen wesentlichen Einfluss auf das Wohlbefinden der Bewohner hat, wurden handlungsleitend bei der Konzipierung des Hauses und bei regelmäßigen Renovierungen berücksichtigt. Es besteht die Absicht, auch auf diesem Wege den Bewohnern eine Form von Wertschätzung entgegen zu bringen.

Das Haus Gabriel verfügt über insgesamt 30 Plätze, aufgeteilt auf drei attraktive Wohngebäude. In unserem Haupthaus, welches im Jahr 2008 im modernen, mediterranen Stil mit klassizistischen Stilelementen erbaut wurde, befinden sich 18 Plätze. Es hat seinen Standort innenstadtnah in einer der besten Wohnlagen in Vechta. Die Häuser 2 sowie 3 verfügen über je sechs Plätze und dienen der Verselbstständigung der Klienten. Diese Gebäude liegen direkt gegenüber des Haupthauses und verfügen somit über identische Standortvorteile.

Die attraktive Innenstadt der Universitätsstadt Vechta ist in nur fünf Gehminuten zu erreichen. Dort befinden sich zahlreiche Geschäfte und Cafés, die zum Flanieren einladen. Ein Supermarkt liegt in unmittelbarer Nähe der Häuser. Dort befinden sich zudem eine Haltestelle des Stadtbusses und eine Bäckerei.

Die Unterstützung der Klienten erfolgt in vielfältiger Weise bei einer täglichen, 24-stündigen Besetzung.

Ausstattung

  • möblierte, helle Einzelzimmer mit eigenem Bad und eigenem Balkon bzw. Terrasse
  • jede Wohngemeinschaft ist an eine eigene Wohnküche angeschlossen
  • Verfügbarkeit von verschiedenen Gruppenräumen
  • Klingel mit Gegensprechanlage, wenn gewünscht
  • eigene Haus- und Zimmerschlüssel
  • ausreichend Parkplätze

Alle Bewohner des Haus Gabriel wohnen in geräumigen hellen Einzelzimmern mit eigenem Balkon bzw. Terrasse. Je zwei bis drei Personen leben in einer Wohngruppe zusammen und verfügen über eine Wohnküche als Gemeinschaftsraum. Die Badezimmer sind direkt an die Einzelzimmer angeschlossen. Im Erdgeschoss des Haupthauses liegen die gruppenübergreifenden Räume wie z. B. eine große Wohnküche und ein freundlicher Aufenthaltsraum. Im Obergeschoss liegen die großzügig geschnittenen Apartments, die jeweils über eine Dachterrasse verfügen. Erreichbar sind diese Penthousewohnungen über einen Fahrstuhl mit Schlüsselschaltung oder über das Treppenhaus. Im Erdgeschoss des Hauses 2 befinden sich die ergotherapeutisch genutzten Räume.

Hilfen + Unterstützung

  • Begleitung im Bezugsbetreuersystem und eine individuelle Auswahl pädagogischer Interventionen zur Förderung des Rehabilitationsprozesses
  • Beratung und Unterstützung bei der Ausführung der Aktivitäten des alltäglichen Lebens
  • Beratung und Unterstützung in Bezug auf Ämter- und Behördenangelegenheiten
  • bei Bedarf Unterstützung in finanziellen Angelegenheiten
  • enge Kooperation mit den Angehörigen (sofern gewünscht) und gesetzlichen Betreuern
  • Unterstützung bei der Erschließung nichtprofessioneller Kontakte
  • Etablierung einer angemessenen fachärztlichen und medizinischen Versorgung
  • Unterstützung bei der hauswirtschaftlichen Selbstversorgung
  • Medikamententraining
  • Psychoedukation
  • Ermittlung von Frühwarnsymptomen der bestehenden Symptomatiken zum Erhalt der Stabilität
  • Nutzung von therapeutischen Verfahren innerhalb des Hauses möglich

Tagesstrukturierende Angebote

Morgenrunde:
Für alle Bewohner der besonderen Wohnform, die an der heiminternen Tagesstruktur teilnehmen, findet werktags um 9.00 Uhr die Morgenrunde statt. Diese beinhaltet ein kurzes Blitzlicht zur emotionalen Befindlichkeit. Auf Wunsch können bei Notwendigkeit entlastende Gesprächsangebote folgen. Weiterhin wird der Tagesablauf besprochen.

Ergotherapie:
Für die Teilnehmer der Ergotherapie wird ein individuelles Programm zusammengestellt, das sich aus den Bereichen Gymnastik, Sport, Hirnleistungstraining, Bewerbungstraining, Werkstoffkunde und Handwerk zusammensetzt. Ziel der Ergotherapie ist die handlungsorientierte Betätigung mit eigenständiger Nutzung vorhandener Ressourcen, der Aufbau von Belastbarkeit und emotionaler Stabilität, die Entwicklung von Zukunftsperspektiven sowie die Sinnfindung eigener Fähigkeiten.

Offene Werkstatt:
Die Bewohner des Hauses können sich auch außerhalb der Ergotherapie in den entsprechenden Räumlichkeiten aufhalten und z. B. an ihren Werkstücken weiterarbeiten sowie sich spontan anderweitig kreativ betätigen.

Training sozialer Kompetenzen/Sozialtraining
Mit dieser Intervention wird individuell auf die Bedürfnisse der bestehenden Gruppe oder des einzelnen Klienten eingegangen. Inhalte können u.a. sein: Selbstsicherheitstraining, Konflikttraining, Kommunikationstraining, Mobilitätstraining, Umgang mit den Symptomen.

Förderung und Stärkung von Selbsthilfepotenzialen
Die Klienten haben die Möglichkeit an Fördergruppen mit unterschiedlichen Themen teilzunehmen. Folgende Themengebiete werden beispielsweise angeboten: Psychoedukation, Stigmatisierung, das Leben in der Gesellschaft, Emotionsregulation, Ernährung/Prävention, kulturelle Aktivitäten. In kleinen Gesprächskreisen können die Klienten über gemeinsame oder auch individuelle Probleme berichten und versuchen Lösungen zu finden. Sie können positive Erfahrungen austauschen, sich gegenseitig motivieren, den Anderen besser kennen sowie verstehen lernen und somit Akzeptanz für sich sowie den Anderen zu entwickeln.

Hilfe bei der Bewältigung von Antriebs- und Motivationsproblemen
Zu Beginn konzentriert sich das Vorgehen auf das Erkennen und Aufzeigen von Problemlagen durch die Unterstützung der Mitarbeiter. Gemeinsam mit dem Klienten werden Lösungsschritte und Kleinstziele entwickelt sowie reflektiert.

Kochgruppe:
Jeder Bewohner wird einmal wöchentlich in eine der unterschiedlichen Kochgruppen eingeteilt, in der ein Training zur Zubereitung unterschiedlicher, gehaltvoller Mahlzeiten stattfindet. Die Kochgruppe sucht gemeinsam ein Gericht aus, kauft dafür ein und bereitet es zu. Anschließend wird gemeinsam gegessen. Dieses Angebot dient, neben der Förderung der Techniken, auch dem Ausbau der Selbstfürsorge.

Wohnraumpflege:
Zweimal wöchentlich findet die Wohnraumreinigung der eigenen Zimmer statt. Das Personal unterstützt die Klienten bei aufkommenden Schwierigkeiten und bietet stützende Anleitung.

Bewohnerrunde:
Einmal wöchentlich kommen alle Bewohner zusammen. In dieser Runde werden die Anliegen aller besprochen und Lösungswege gesucht. In der Bewohnerrunde wird zudem über regelmäßig stattfindende öffentliche Unternehmung diskutiert. Die verschiedenen Angebote wie Kino, Theater, Bowling, etc. werden vorgestellt und ein gemeinsamer Termin vereinbart.